7 Sachen, die Sie über das VINZI-DORF nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 20/16 vom 18.05.2016

Wird die Notschlafstelle Vinzirast jetzt zum Dorf ausgebaut?

Nein, es geht hier nicht um das Haus von Cecily Corti, auch wenn sie sich schon seit vielen Jahren für ein Vinzi-Dorf starkmacht. Es geht um ein Projekt von Pfarrer Wolfgang Pucher.

Aber ist dieses Dorf nicht in Graz?

Richtig. Und weil es dort so gut läuft, bekommt nun auch Wien eines.

Wo wird das sein?

In der Hetzendorfer Straße in Meidling. Genauer gesagt im leerstehenden Kloster des Lazaristenordens. In dessen Garten werden nun 16 bungalowartige Wohnmodule errichtet. 24 Leute sollen einziehen.

Und wer zieht da ein?

Obdachlose, die völlig aus dem System gefallen sind und nicht mehr in Sozialeinrichtungen leben können.

Was heißt hier "nicht mehr können"?

Viele sind vom Leben auf der Straße, vom Alkohol und psychischen Krankheiten so gezeichnet, dass sie in Einrichtungen nicht aufgenommen werden. Warum dann im Vinzi-Dorf? Weil sie dort trinken dürfen, so viel sie wollen, und nicht an Resozialisierungsmaßnahmen teilnehmen müssen. Sie dürfen, wie sie können, und das mit Rund-um-die-Uhr-Betreuung.

Und die Anrainer?

Die haben das Projekt zwölf Jahre lang verhindert. Umsonst. Inzwischen helfen einige beim Aufbau mit.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige