Lokal/Global Tipp

Ein NS-Opfer-Gedenken, das auch das Leben feiert

GS | Lexikon | aus FALTER 20/16 vom 18.05.2016

Die Baranka-Park-Gedenkfeier ist eine seit acht Jahren jeweils am 20. Mai ausgetragene Gedenkveranstaltung für die Wiener Sinti-und Roma-Opfer des NS-Regimes, organisiert vom Verein Voice of Diversity. Sie findet auf der ehemaligen Hellerwiese im 10. Bezirk statt, jenem Ort, auf dem Sinti und Roma einst jahrhundertelang ihren Lager-und Rastplatz fanden, bis sie 1941 Opfer des Nationalsozialismus wurden. Seinen Namen verdankt der Baranka Park der Urgroßmutter des Jazzmusikers Harri Stojka, Helene "Baranka" Huber, einer angesehenen Naturheilerin und Stammesobersten, die ebenfalls unter den Opfern war. "Mit der Feier soll dieser Opfer gedacht werden, aber auch das Leben und die Kultur der Roma und Sinti sowie der jüdischen und Wiener Kultur gefeiert und vermittelt werden", erklären die Veranstalter. Das Programm gestaltet sich folgendermaßen: Eröffnung durch BV Hermine Mospointner (17 Uhr); Musikgruppe ELEMU der VS Bernhardtstalgasse (17.15 Uhr); Musikschule Favoriten (17.30 Uhr); Wiener Jüdischer Chor unter Roman Grinberg (18 Uhr); Doron Rabinovici &Harri Stojka mit "Jenseits von Ohnehin"(19 Uhr); Birgit Denk Trio (20 Uhr) sowie Harri Stojka Band (21 Uhr).

Baranka Park, Fr 17.00 (Eintritt frei)


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