"Zeitlos und raumlos ist der Nacht Herrschaft"(Novalis)

DOMINIK GRAF | Feuilleton | aus FALTER 20/16 vom 18.05.2016

In Tinas Gymnasiastinnenwelt schleicht sich ein Wesen ein. In ihre Träume oder in ihr Wachsein, sie kann manchmal beides nicht genau voneinander unterscheiden, denn in den Nächten jagen sie die apokalyptischen Beats per minute der Partys in die Trance. Oder gar in die Bewusstlosigkeit?

Eine irre Szene nachts auf einem Parkplatz geht der ersten Erscheinung des Wesens voraus, eine Radikalkollision. Ist danach alles nur noch eine Parallelwelt, was der Film erzählt? Oder war der Zusammenstoß eine Vision?

Egal, einigen wir uns darauf: Tina (absolut großartig als eigensinnige Heldin: Carolyn Gentzkow!) sieht das Wesen als Erste. Ist es ein Gespinst oder aus Fleisch und Blut? Den Nachtmahr genau zu beschreiben würde den Spaß verderben. Tinas Eltern und Mitschülerinnen sind jedenfalls außen vor, erkennen erstmal nichts, nur ihr verändertes Verhalten. Das Mädchen gerät auf elterlichen Notdruck hin in die Psycho-Mühle (als einfühlsamer Therapeut: Alexander Scheer). Parallel zu den liebevoll

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