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BENEDIKT NARODOSLAWSKY | Falter & Meinung | aus FALTER 20/16 vom 18.05.2016

Manchmal sind es die kleinen Entscheidungen, die den großen Unterschied ausmachen. Stefanie Panzenböck zum Beispiel. Das vergangene Jahr saß sie im Kulturzimmer in der linken Ecke, der Tisch Richtung Fenster gedreht. Matt hias Dusini konnte ihr ständig auf den Bildschirm schauen und die Sonne -die im Land gerade sehr tief steht -blendete ihre Augen.

Also hat "Panze", wie Steffi in der Arbeit genannt werden will, den Tisch gedreht. Einfach so. Zur Wand. Nach einem Jahr. Ergebnis: Das Feng Shui rauscht wie ein idyllischer Gebirgsbach durch das Kulturzimmer, Panze lächelt wie die glückliche Sennerin aus der Schokoladewerbung und das Fenster zur schönen Welt lässt sich nun auch deutlich leichter öffnen.

Oder, anderes Beispiel, Lisa Kiss. Sie zapft nicht einfach nur Wasser ins Glas, sie drückt auch ein paar Blätter Mojito-Minze aus dem eigenen Garten hinein und garniert das ganze mit saftigen Orangenscheiben. Während die anderen in der Redaktion Wasser trinken, schlürft Kiss antialkoholische Cocktails.

Am Sonntag wählen die Österreicher ihren Präsidenten (falls Sie sich noch nicht festgelegt haben: Nina Horaczek hat im Politikressort die beiden Kontrahenten auf ihre Positionen abgeklopft).

Erlauben Sie uns davor einen Appell: Die Sonne mag tief stehen, aber bitte lassen Sie sich nicht blenden! Gehen Sie zur Wahl und entscheiden Sie sich für den richtigen Kandidaten! Machen Sie den Unterschied, wandeln Sie Wasser zu Mojito, spielen Sie Panze und Kiss!


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