Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Bio-Traubensaft vom Völkl

Ein Traubensaft mit Familienanschluss und Heurigensehnsucht

Stadtleben | BT | aus FALTER 20/16 vom 18.05.2016

Wer die Familie Völkl am südlichen Ende des Kamptales in Lengenfeld nicht kennt, sollte sie bald einmal besuchen fahren. Von 12. bis 22. Mai hat ihr uriger Heuriger wieder geöffnet. Bei Schlechtwetter sitzt man in einem über 100 Jahre alten Winzerhaus, bei Schönwetter im Garten. Hier ist alles noch ganz normal, nicht aufgeschickt. Ein echter Geheimtipp.

Die Völkls bewirtschaften ihre Weingärten seit dem Jahr 2009 nach organisch-biologischen Richtlinien und sind seit 2012 ein zertifizierter Biobetrieb. Sie haben einen eigenen Webshop und liefern auch kleine Mengen nach Wien.

Wir schreiben heute über ihren Traubensaft -ausgerechnet! Denn ihre Weine sind allesamt sehr gut gemacht, sauber und klar. Als Beweis kann man ihren klassischen Grünen Veltliner in der Ein-Liter-Flasche hernehmen, also das, was als Schankwein im Heurigen über die Budel geht. Er zeigt ausdrucksvolle Sortenaromatik, knackige Säure, ordentliche Länge und feinwürzige Mineralik am Gaumen.

Die Rieden der Völkls befinden sich in Lengenfeld und Langenlois, die Rebstöcke stehen je nach Sorte auf Kies, Löss und Urgestein.

Auch Völkls Traubensaft der Ernte 2015 schmeckt so, wie man sich einen Traubensaft archetypisch vorstellt. Mit 100 Prozent Saftanteil ist er fruchtig und intensiv, mollig, natürlich süß und ruft danach, ordentlich aufgespritzt als Durstlöscher an einem warmen Frühlingstag genossen zu werden. Natürlich ohne Konservierungsstoffe und biologisch.


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