Pressekolumne

Wie gedruckt

Medien | NINA HORACZEK | aus FALTER 20/16 vom 18.05.2016

Die Tageszeitung Österreich engagiert sich in der Volksbildung. "Adolf Hitler: Der große Verführer" nennt sich die neue Hitler-Biografie aus dem Hause Fellner, die seit voriger Woche als Serie abgedruckt wird. "Großartige Biographien sind über Hitler erschienen, aber die große Frage bleibt bis heute unbeantwortet", schreibt Österreich: "Wie konnte ein halbgebildeter und cholerischer Bürger aus Braunau am Inn die Welt ins Unheil stürzen und einen Krieg entfesseln, an dessen Ende 50 Millionen Tote zu beklagen sind?" Also geht Österreich auf Spurensuche: "Hitler als Baby. Noch ist der Blick unschuldig", schreibt das Blatt neben einem Baby-Hitler-Bild.

Die Mutter verhätschelt, der Vater prügelt, und Klein Hitler ist ein fauler Hund, zuerst in der Schule, die er mit 16 Jahren schmeißt, später in Wien, wo seine Künstlerkarriere scheitert. "Arbeiten ist ihm ein Gräuel", berichtet die Tageszeitung über den Diktator. Und "fraglos wurde Hitler durch eine wenig glückliche Kindheit geprägt". Aber immerhin weiß Österreich: "Nicht alle Söhne aus solchen Familien wurden Massenmörder."


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