IT-Kolumne

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ANNA GOLDENBERG
Medien | aus FALTER 20/16 vom 18.05.2016

Ob Facebook, Whatsapp, LinkedIn oder Tinder: Ein Profilbild sagt mehr als tausend Worte. Kategorisieren kann man es zum Beispiel nach der Anzahl der Personen, die darauf zu sehen sind. Erstens, null. Stattdessen ein Baum, ein Tier, mehr oder weniger aussagekräftige Sprüche ("Je suis Charlie","Ich wähle Van der Bellen", etc.), bisweilen auch Körperteile des Profilbildinhabers. Die Nullvariante scheint bei künstlerisch oder politisch engagierten Leuten beliebt.

Zweitens, eine. Meist handelt es sich um den Profilbesitzer selbst oder einen meist minderjährigen Nachkommen. Es liegt die Vermutung nahe, dass der fotogenere ausgewählt wird. Gefühlte Authentizität variiert oft ebenso wie der Wiedererkennungsgrad. Drittens, zwei. Die andere Person ist meist Partner, Kind oder beste Freundin, kurz, fällt unter die Kategorie der "Lebensmenschen". Viertens, ab drei Personen. Gibt dem Betrachter oft Rätsel auf, bei welchem Menschen es sich um den Profilinhaber handelt, und wird deshalb für Bewerbungen jeder Art (Dating, Job) nicht empfohlen.


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