POLITISCHES BUCH

Der Plan, der aus dem Furzzimmer kam

Mit der Biografie des Massenmörders Anders Breivik legt die Journalistin Åsne Seierstad ein wuchtiges Zeitdokument vor


REZENSION: GERLINDE PÖLSLER
Politik | aus FALTER 20/16 vom 18.05.2016

Ein Junge schlug vor, dass sie sich in verzerrten Positionen auf den Boden legten und tot stellten. Zum Flüchten war es nun ohnehin zu spät. Bano warf sich auf die Seite, einen Arm unter sich, den anderen seitlich ausgestreckt. Wenige Meter von ihnen entfernt erreichte der uniformierte Mann den kleinen Hügel.'Wo zur Hölle ist er?', fragte er. Niemand antwortete ihm. Er begann am rechten Rand der Gruppe. Zuerst erschoss er einen Jungen. Dann erschoss er Bano."

Für die Biografie von Anders Breivik, der am 22. Juli 2011 durch eine Bombe im Osloer Regierungsviertel und ein Massaker auf der Ferieninsel Utoya 77 Menschen tötete, hat Åsne Seierstad akribisch recherchiert. Die norwegische Journalistin hat jeden kontaktiert, der je näher mit ihm zu tun hatte. Außerdem hat die Autorin alle Dokumente gelesen, ob neue der Polizei oder alte der Jugendbehörden: Breiviks instabile Mutter hatte die Kinder zeitweise abgeben wollen, der Vater sich kaum um ihn gekümmert.

Seierstad tut weder so, als

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