DER ATEM DER ANGST

Nicht so süß wie E.T.: Wie der deutsche Regisseur Akiz mit minimalen Mitteln einen prächtigen Horrorfilm gestaltete

FEATURE: MICHAEL OMASTA | Feuilleton | aus FALTER 20/16 vom 18.05.2016

Vorweg ein paar Warnhinweise. Passt auf, Epileptiker! "In dem Film gibt es Szenen mit extremem Stroboskopeffekt. Außerdem werden isochronische Töne und binaurale Frequenzen verwendet. Einerlei, er soll laut gespielt werden!"

Aber nein, sagt Akiz, der Regisseur von "Der Nachtmahr", diese Warnung sei kein PR-Gag, sondern völlig ernst gemeint. Er selbst habe als Teenager unter epileptischen Anfällen gelitten. "Mit 19 oder 20 war's vorbei. Die Aufforderung 'Should be played loudly' hingegen ist geklaut aus 'All that Jazz' von Bob Fosse. Nur hab ich inzwischen die Befürchtung, dass sie eher das Gegenteil bewirkt und die Kinobesitzer sagen: 'Oh, was kommt denn jetzt auf uns zu? Nicht, dass mir mein Publikum abhaut!', und den Ton dann erst recht runterdrehen."

Tatsächlich verhält sich's mit dem "Nachtmahr", dessen Soundtrack von dem Techno-Musiker Boys Noize und der Independant Band Wild Style Lion mit Kim Gordon bestritten wird, ähnlich wie mit einem Clubbing: Entweder ist man nach zehn

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