Sport Glosse

Wenn Bayern flennen, passiert was, das sie nicht kennen

Stadtleben | aus FALTER 20/16 vom 18.05.2016

Die Bayern, die Fußballer aus München, haben gesagt: Wir gewinnen die Champions League. Doch sie und ihr Wundertrainer Pep Guardiola sind an Atletico (2016), Barcelona (2015) und Real (2014) jeweils im Semifinale zerschellt. Stimmt, sagt Fredl Tatar, aber der Anspruch, das Ding gewinnen zu wollen, ist notwendig. Guardiola, sage ich, ist an seinem Anspruch gescheitert. Nein, sagt Fred, der Sieg in der Champions League enthält ein Element des Zufalls. Aber wieso gewinnen dann fast jedes Mal die Spanier? Geduld, sagt Fred, ein wenig ungeduldig. Guardiola hat getan, was er tun musste. Er hat Bayerns Spiel stabilisiert, das Risiko minimiert. Sie sind jetzt eine globale Marke. Sie waren vorher auch bekannt, sage ich. Aber nicht für ihren Stil, sagt Fred. Okay, Stil und Bayern sind zwei verschiedene Sachen. Aber was haben die Spanier, was die Bayern nicht haben? Griezman, Messi, Neymar, Suarez, Ronaldo, Benzema, sagt Tatar.

Bayerns Lewandowski ist gut für die Bundesliga, aber nicht gut genug für die Champions League. Ibrahimovic ist auch einer, der den Unterschied macht. Vielleicht geht der zu den Bayern? Jetzt, wo Franz Beckenbauer kusch ist, brauchen sie auch einen, der die Goschen aufreißt.


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