Schöner Schein auf zwei Rädern

Das E-Bike wird mehr und mehr zum Statussymbol -und so teuer wie ein Auto


STILKRITIK: BIRGIT WITTSTOCK
Stadtleben | aus FALTER 20/16 vom 18.05.2016

Das Fahrrad. Für die meisten Menschen auf der Welt nicht mehr als ein billiges Fortbewegungsmittel. In der westlichen Konsumkultur hingegen Symbol einer Lebenseinstellung, Zeichen einer ökologischen, antikapitalistischen Grundhaltung und gleichzeitig -das genaue Gegenteil: Luxusartikel und Statussymbol.

Das einstige Transportgerät der Hackler, der Milchmänner, Lebensmittelhändlerinnen, Briefträger und Kuriere ist längst modisches Accessoire, dessen Preise in immer bizarrere Höhen steigen. Das Hightech-Elektroradl, das - statt oder neben der Luxuskarre - in der Garage steht, wird immer beliebter. Bestes Beispiel: das E-Bike des niederländischen Start-ups Trefecta, in der einfachsten Ausführung ab 22.500 Euro zu haben, und -wenn man sich's denn leisten kann - mit allerlei Gadgets für ein paar Tausender extra aufrüstbar. Wobei, müsste man beim Zusatz-Schnickschack sparen, führe man wohl auch kein Trefecta, ein Bike zum Preis eines Autos oder das Radl für Plutokraten, wie ein

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