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Sinnliches Salzbad mit Wassermelonen

Lexikon | NS | aus FALTER 20/16 vom 18.05.2016

Begleitend zu den Wiener Festwochen wird heuer eine der bekanntesten israelischen Künstlerinnen präsentiert. Die 1969 in Jerusalem geborene Sigalit Landau vertrat ihr Land im Jahr 2000 auf der Biennale von Venedig und zeigte dort auch eine Videoaktion, bei der sie nackt am Strand von Tel Aviv mit einem Stacheldrahtreifen einen Hula-Hoop vollführte.

Das Kreisen und das Spiel sind wiederkehrende Motive in Landaus Videoarbeiten, die derzeit unter dem Titel "Sorrow Grove" im Künstlerhaus gezeigt werden. So ist die Enkelin geflüchteter Wiener Juden in "Dead Sea" zu sehen, wie sie in einer Spiralformation von Wassermelonen im Toten Meer schwimmt. Für Landau bezieht sich das ästhetische Video auf die Melone als Symbol für Fertilität ebenso wie auf den konkreten Landbau, bei dem Melonen mit Salzwasser begossen werden.

Künstlerhaus, bis 19.6.


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