"Alle halben Jahre mache ich eine rituelle Schlachtung von Trollen"

Der deutsche "Interneterklärer" Sascha Lobo über seine Hassliebe zu Österreich, Überwachung und darüber, warum die Rechten im Netz so erfolgreich sind

Medien | GESPRÄCH: ANNA GOLDENBERG | aus FALTER 20/16 vom 18.05.2016


Foto: re:publica/Gregor Fischer CC BY 2.0

Foto: re:publica/Gregor Fischer CC BY 2.0

Sascha Lobo leidet. Er mag Österreich nämlich, richtig gerne sogar. Aber: „Die Politik in Österreich zu verfolgen und ernst zu nehmen, ist schon echt eine Belastung“, sagt der 40-jährige Berliner. Er tut es trotzdem und kann darüber ausführlich reden.

Lobo, der als „Klassensprecher des Internets“ gilt, hält regelmäßig Vorträge. Auf der re:publica, der Konferenz für digitale Gesellschaftsthemen in Berlin, legt er einen trotzigen Optimismus an den Tag. „The Age of Trotzdem“ ist der Titel seiner Rede; obwohl viele Entwicklungen im Internet nicht seinen Vorstellungen entsprächen, sei er dennoch hoffnungsvoll. Das Treffen mit dem Falter findet in einem Hotelrestaurant in Berlin-Kreuzberg statt; besser nicht auf dem Konferenzgelände treffen, meint Lobo, dort würde man von den vielen Menschen gestört werden. Schließlich ist Lobo, der seit zehn Jahren bei der re:publica dabei ist, einer der Stars des Events.


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