Die linke Kämpferin

Politik | PORTRÄT: NINA HORACZEK | aus FALTER 21/16 vom 25.05.2016

Wäre der Vater nicht Haustechniker gewesen, wäre Muna Duzdar , 37, vielleicht heute nicht Staatssekretärin. "Als die Uno-City 1979 eröffnet wurde, hat mein Papa dort als Haustechniker zu arbeiten begonnen", erzählt sie. Den Vater in der Uno-City zu besuchen und zwischen Diplomaten aus aller Welt durch die Gänge zu zischen sei für sie etwas Besonderes gewesen. Dort, wo die Fahnen der Uno-Mitgliedsstaaten wehen, habe sie das erste Mal einen Hauch Politik gespürt. Selbst aktiv wurde sie mit 16 Jahren in der Sozialistischen Jugend (SJ). Der Freund einer Mitschülerin war Vorsitzender der SJ Donaustadt und fragte sie, "ob ich zu einem Gruppenabend mitkommen will".

Jetzt ist das einstige Kind einer Flüchtlings-und Arbeiterfamilie Staatssekretärin im Bundeskanzleramt. Sie ist für Diversität, Kultusangelegenheiten, Digitalisierung sowie den öffentlichen Dienst zuständig.

Plötzlich wieder Migrantin

Seit ihrer Angelobung am Mittwoch vor einer Woche ist die gelernte Rechtsanwältin aber


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