7 Sachen, die Sie über die FIAKER nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 21/16 vom 25.05.2016

Täuscht das, oder fahren in letzter Zeit mehr Fiaker als normal herum?

Das täuscht nicht. Tatsächlich ist der Mai neben dem August der geschäftigste Monat für die Fiaker, sagt deren Sprecherin Martina Michelfeit.

Was ist eigentlich der "Fiaker"? Das Pferd? Die Kutsche? Der Kutscher?

Eigentlich wird die zweispännige Kutsche so bezeichnet. In Wien tendiert man aber dazu, auch die meist behüteten Kutscher einfach Fiaker zu rufen. Wie viele Fiaker hat Wien ungefähr? Es gibt in Wien 28 Fiakerbetriebe mit 375 Pferden und etwa 200 Kutschen.

Ich als Wiener weiß das ja gar nicht: Was kostet so eine Fahrt überhaupt?

Es gibt definierte Routen, für die laut Wirtschaftskammer bis zu 55 (kleine Rundfahrt) oder 80 Euro (große Rundfahrt) verlangt werden dürfen.

Mir tun die Tiere immer ein bisschen leid. Die müssen ja wahnsinnig schuften?

Ab diesem Sommer gibt es ein noch strengeres Gesetz, um die Tiere besser zu schützen. Sobald es auf dem Stephansplatz 35 Grad hat, haben die Pferde hitzefrei. Außerdem muss jedes Pferd nur mehr jeden zweiten Tag arbeiten.

Sind Fiaker eigentlich auch registrierkassenpflichtig?

Wenn der Betrieb, für den sie fahren, mehr als 30.000 Euro Umsatz im Jahr macht, schon. Es reicht aber, wenn sie untertags handschriftlich Rechnungen schreiben und dann am Abend alles in die Kasse eingeben.

Was muss ich tun, um Fiakerkutscher zu werden?

Sie müssen das "Österreichische Fahrerabzeichen in Bronze" machen und auf dem Wiener "Dezernat Fiakerangelegenheiten" die "Zulassung zur Fahrdienstprüfung" beantragen. Ja, das gibt es alles wirklich.


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