Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Schüttauplatz -weniger Blues, als man glaubt


LOKALAUGENSCHEIN: FLORIAN HOLZER
Stadtleben | aus FALTER 21/16 vom 25.05.2016

Viele neue Stadtteile in der Umgebung. Donau City, WU-Campus, Viertel Zwei, Messe-Quartier, Nordbahnhof. In Kaisermühlen ist wenig neu. Auf den ersten Blick sind da Gemeindebauten, die sich an die Alte Donau zu schmiegen scheinen, ohne von diesem städtischidyllischen Wasser auch nur irgendwie Notiz zu nehmen. Die Alte Donau, das sind die Bäder auf den Inseln und der schmale Saum, an dem sich die Bootshäuser aneinanderreihen, nicht aber Kaisermühlen.

Mag natürlich am Wetter liegen, bei 13 Grad und steifer Brise bleibt das mediterrane Gemüt zu Hause; und an der Uhrzeit, denn vor 16 Uhr ist Kaisermühlen ein Seniorenheim, das ändert sich aber rasch. Da hat das grandiose Fischgeschäft in der Schüttaustraße aber schon zu und die Menschen, die von der Arbeit kommen oder ihre Kinder von der Schule holen, können keine Maischolle und keine Bachsaiblinge mehr kaufen. Schade.

Kaisermühlen italienisch!

Gleich neben dem traditionellen Fischverchecker machte vor einem Jahr das Trento-Gourmet

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