Verkehrsminister Nummer IV

Politik | PORTRÄT: B. NARODOSLAWSKY | aus FALTER 21/16 vom 25.05.2016

Erste Reihe, endlich. Jörg Leichtfried erhebt sich von der Regierungsbank, es ist seine erste Rede als Verkehrsminister. Wie bringt man Fleisch und Blut ins spröde politische Feld der Infrastruktur? Zum Beispiel so: "Es geht beim Verkehr nicht um Technik, die ist ein Hilfsmittel. Es geht um den Menschen", sagt Leichtfried. Es gehe darum, ob jemand gut oder schlecht schlafe, gute oder schlechte Luft einatme, die Menschen ihren Arbeitsplatz günstig erreichen oder nicht. Man brauche "Hirnschmalz" für die neuen Herausforderungen. "Jeder Verkehrstote ist einer zu viel." Seine Antwort auf Zukunft im Verkehr: eine ökosoziale Verkehrspolitik. Mehr Sicherheit auf den Straßen.

Wer hat da gerade die oberste Bühne der Politik betreten? Leichtfried, ein beharrlicher Pragmatiker. Er selbst will vorerst keine Interviews geben, aber in der SPÖ gilt er als einer, der die dicken Bretter der Politik bohren könne und einen leichten Hang zum Populismus pflege. Seine eigene Geschichte ist die eines Aufsteigers.


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