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Pressekolumne

Medien | NINA HORACZEK | aus FALTER 21/16 vom 25.05.2016

Bei Frauenzeitschriften hat man oft dieses "Kennst du eine, kennst du alle"-Gefühl. Zuerst ein Schicksalsschlag, dann etwas Abstruses, es folgen Beziehungstipps, Kochrezepte, Promis und aus. Die Wienerin hat in ihrer Mai-Ausgabe aber eine Überraschung. Sie war beim "Männergesangsverein der Wiener Fleischer" zu Besuch. Seit 120 Jahren singen die Wiener Fleischermeister gemeinsam, trällern Wiener Liedgut und lassen den Schmäh rennen. Ebenfalls von der Wienerin entdeckt: ein Chor namens "Gemeindebautöne", in dem Bewohner des August-Fürst-Hofes, eines Meidlinger Gemeindebaus, singen.

Dann ist da noch über "Voices for Refugees" zu lesen, einem 2015 in Wien gegründeten Flüchtlingschor. Österreich ist ein Chorland, schreibt die Wienerin, während im EU-Durchschnitt 4,5 Prozent der Bevölkerung gemeinsam tirilieren, sind es hierzulande sogar elf Prozent. Gemeinsames Singen lasse das Gehirn Glücksgefühle ausschütten und stärke soziale Kompetenzen wie Rücksichtnahme und Verantwortungsgefühl, weiß die Wienerin. Also hört auf die Frauenzeitschrift und ab zum Singen!


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