Kunst Kritiken

Tuschewolke trifft auf Schaumstoffsäule

Lexikon | NS | aus FALTER 21/16 vom 25.05.2016

Anfang der 1980er-Jahre stellte der britische Biologe Rupert Sheldrake die Theorie von "morphischen Feldern" auf, die Selbstorganisation in der Natur begünstigen, aber nicht energetischer Natur sein sollen. Auf dieses wissenschaftlich umstrittene Konzept referiert die Künstlerin Julia Bornefeld mit ihrer Schau "morphic fields" in der Galerie Thoman. Die Deutsche hat am Boden liegende Leinwände mit Tusche bearbeitet und so recht anziehende schwarzweiße Feldeffekte erzielt. Insgesamt wirkt die Ausstellung aber zusammengewürfelt. Da hängt die Lusterskulptur "Ephemere" mit unzähligen Centmünzen von der Decke, unweit bilden in der Mitte der Galerie fünf mit Gummischläuchen, Schaumstoff und Stahlwolle umwickelte Stelen ein unschlüssiges Quintett. Die elektrisierende Spannung, die ein Feld ausmacht, bleibt hier leider aus.

Galerie Thoman, bis 27.8.


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