Herrn Meinrads Gespür für Geschmack

Einer der ganz großen Köche des Landes ist nicht mehr. Aber sein Holleressig wird immer sein

ERINNERUNG: KATHARINA SEISER | Stadtleben | aus FALTER 21/16 vom 25.05.2016

Am Wahlsonntag habe ich von dem stattlichen Hollerbaum gegenüber im Park ein paar erste Blüten gebrockt. Mehr zur Statusüberprüfung: Ist er schon so weit? Es kommt auf den Standort an. Und auf die Ausrichtung zur Sonne. Ein bisserl Zeit hat er noch. Wenn er vollreif ist, die Blüten komplett offen sind, ordentlich viel Blütenstaub die Dolden schon schwer und die Nasen beim Schnuppern gelb macht, dann ist er richtig.

Obwohl: Riechen muss man bei jeder einzelnen Dolde, das ist fix! Das habe ich mir nicht zusammengedacht. Das weiß ich von einem, der für mich über die letzten sieben Jahre und seit drei gemeinsamen Kochbüchern zum wichtigsten und liebsten kulinarischen Kollegen und Co-Autor wurde. Und der nun seit Samstag nicht mehr ist. Mit dem ich nicht mehr über Details wie, welche Minzsorte zu welcher Fischzubereitung am besten passt, diskutieren kann, über gefinkelte Techniken, Pflanzen, die niemand kennt, Aromen zu entlocken, die alle immer wieder schmecken wollen, wenn sie sie

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