Nüchtern betrachtet

Kiebitz und Kegelbahn müssen gehalten werden

Feuilleton, FALTER 21/16 vom 25.05.2016

Die mephistophelische Überzeugung, der zufolge alles, was entsteht, auch wert sei, dass es zugrunde geht, kann ich nicht teilen. Zwar hat Walter Benjamin schon recht, wenn er anmerkt, "wie ungeheuer sich die Welt vereinfacht, wenn sie auf ihre Zerstörungswürdigkeit geprüft wird", aber mir will scheinen, dass ich zu beharrungsrenitenter Kompliziertheit neige. Dabei muss etwas nicht einmal besonders wichtig, schön oder toll gewesen sein, um mir abzugehen, wenn's nimmer da ist. Das Festwochenplakat in Schandachen war auch nicht besser als andere Festwochenplakate, aber ich fand es irgendwie gut, dass es dort stand. Es war gewiss das nördlichste und womöglich auch das sinnloseste Festwochenplakat des Landes. Aber was weiß man? Vielleicht ist gerade der Anteil der Schandachenern am Festwochenpublikum auffällig hoch?!

Seit einem Vierteljahrhundert fahre ich zum Frieren und In-die-Landschaft-Starren ins Nordwaldviertel. Dem Land und den Leuten ist das vollkommen powidl. Das finde ich eigentlich

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