Als Wiener Neustadt kurz Postpunkmetropole war

GS | Lexikon | aus FALTER 21/16 vom 25.05.2016

Mit knapp über 40.000 Einwohnern ist Wiener Neustadt nicht gerade eine Metropole. Und doch gab es eine Zeit, da zählte die niederösterreichische Kleinstadt zu den spannendsten Adressen für lokale Untergrundmusik. Anfang der 1980er-Jahre war das, Punk war zu Postpunk geworden, Zukunft gab es immer noch keine, Joy Division waren Gott -und kaum wer im deutschsprachigen Raum machte sich einen besseren Reim darauf als eine Handvoll Wiener Neustädter Kids. Dämmerattacke, X-Beliebig oder Bates Men hießen die Bands dieser Kids. Sie waren kurzlebig, ihre Tonträger sind in kleinen Auflagen erschienen und heute gesuchte Raritäten. Gut 30 Jahre später wird diese subkulturelle Nischengeschichte in Form der auf DVD erscheinenden Filmdokumentation "Und es fängt von Neuem an" erzählt, die gleichnamige LP versammelt zwölf Songs dieser Zeit. Parallel hat sich eine Handvoll Überlebender - darunter die langjährigen Musikbusiness-Typen Hannes Eder und Thomas Guth -zusammengetan, um ausgewählte Lieder ihrer alten Bands neu einzuspielen. Sie nennen sich Totgeglaubt, die Platte heißt "Neubeginn". Wie gut sie und ihre Lieder gealtert sind? Das Konzert im Rahmen der Filmpräsentation wird es zeigen.

Arena, Do 19.00


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