Kommentar SPÖ

Das Hofburg-Signal: Christian Kern muss Sicherheitspolitik lernen

Falter & Meinung | FLORIAN KLENK | aus FALTER 21/16 vom 25.05.2016

Christian Kern wurde vergangene Woche nach seiner ersten Rede wie der Messias empfangen. Sogar der Schauspieler Manuel Rubey twitterte, er sei "ein bisschen verliebt" in den neuen Kanzler und SPÖ-Chef. Da nützte es auch nichts, dass Kern versicherte, nicht übers Wasser gehen zu können.

Tatsächlich war Kerns Rede nicht nur politisch visionär und pointiert, sondern auch humorvoll-selbstironisch ("Ich hätte gerne die Nase von Humphrey Bogart"). Den Wadelbeißer aus der ÖVP, Klubchef Reinhold Lopatka, stellte er mit einer paradoxen Intervention ("Selbstmordattentäter in der Telefonzelle") sofort ins Eck, andere forderte er zur Kooperation auf. Dann hörte er zu und präsentierte ein sehr politisches Kabinett.

In den Hymnen seiner Anhänger ging eines unter: Kern, der die ÖBB mit Professionalität durch die Asylkrise geführt hatte, bekannte sich zur Obergrenze und zum Kurs der Regierung in der Asylpolitik. Das schmälerte den Beifall vieler Parteilinker nicht. Das ist schon erstaunlich,


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