Kolumne Außenpolitik

Der philippinische Präsident und seine 1700 Menschenopfer


RAIMUND LÖW

Falter & Meinung | aus FALTER 21/16 vom 25.05.2016

Wahrscheinlich wird Rodrigo Duterte seine Ankündigungen nicht wahrmachen. Der nächste Präsident der Philippinen versprach, in den ersten sechs Monaten seiner Amtszeit 100.000 Kriminelle zu erschießen. Die Fische in der Bucht von Manila würden sich an den Leichen fettfressen. Nach Wiedereinführung der Todesstrafe will er Massenexekutionen mit doppelten Hinrichtungen organisieren, präzisiert der langjährige Bürgermeister der großen Stadt Davao im Süden. Die zum Tode Verurteilten sollen zweimal aufgehängt werden, einmal, um sie zu ersticken, ein zweites Mal, um den Kopf vom Körper zu trennen.

Das grausige Wahlprogramm kam an. Die glatten Kandidaten des politischen Establishments wurden von der kriegerischen Rhetorik des Außenseiters hinweggefegt. Kriminalität ist ein riesiges Problem auf dem Inselstaat.

Zum erfolgreichen Stil des neuen Mannes gehören verbale Skandale. Die Philippinen sind ein katholisches Land, das einzige des Kontinents. Duterte hat es trotzdem nicht geschadet,

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