Von der Bürokratie und der Utopie der Regeln

Was haben Bürokratisierung und Globalisierung gemeinsam? Eine spannende Frage, die von David Graeber leider nicht beantwortet wird

REZENSION: RUDOLF WALTHER | Politik | aus FALTER 21/16 vom 25.05.2016

Das Muster ist bekannt: Landet ein Autor einen Bestseller wie David Graeber vor vier Jahren mit "Schulden", schickt ihn der Verlag mit einem Zweitbuch ins Rennen. Dieses trägt im Falle Graebers den Titel "Bürokratie. Die Utopie der Regeln". Dessen drei Hauptkapitel entstanden unabhängig voneinander. Zusammenhalten sollen das Buch eine lange Einleitung und ein kurzer Anhang. Ein Buch wurde daraus trotzdem nicht.

Graeber, Jahrgang 1961, lehrt an der London School of Economics and Political Science. Der Ethnologe ist bekannt geworden durch sein Engagement in globalisierungskritischen Bewegungen wie "Occupy". Er schreibt seine Bücher als "Anarchist und Anthropologe". Wie beide Qualifikationen zusammenhängen, sagt er leider nicht, und die Ankündigung des Buches durch den Verlag folgt der Waschmittelwerbung älteren Datums: "David Graeber, der bedeutendste Antropologe (sic! RW) unserer Zeit, entfaltet eine fulminante und längst überfällige Fundamentalkritik der globalen Bürokratie!"

Verlag

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