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IT-Kolumne

Medien | ANNA GOLDENBERG | aus FALTER 21/16 vom 25.05.2016

Die Wahl ist vorbei, das Wetter schön, die Zeit reif für vergnügliche Dinge. Zum Beispiel Nacktfotos, die man mit dem Smartphone verschicken kann, was auch als "Sexting" bekannt ist und ähnliche Reaktionen wie die Frage, ob man seine Blase hin und wieder in einem Swimmingpool entleert, hervorruft: entrüstetes Lachen, ich doch nicht, aber ich kenn wen. Der kleine, aber signifikante Unterschied ist, dass Pools selten Urinproben entnommen werden, um den Urheber zu finden, aber auf Nacktfotos der Körperbesitzer zu sehen ist, was problematisch sein kann, wenn Fotos von ansonsten in Unterwäsche verpackten Körperteilen zur Erpressung benützt werden.

Zum Glück gibt es einen Ratgeber (bit.ly/nacktguide) von der brasilianischen Organisation Coding Rights, der erklärt, wie man sicher Nacktfotos verschickt: Foto anonymisieren (kein Kopf, keine Möbel), verschlüsselt senden (empfohlen werden die Apps Confide und Wickr) und darauf achten, dass Kopien sicher aufbewahrt oder gelöscht werden. Sie machen's ja eh nicht, ich weiß, ich wünsch trotzdem viel Spaß.


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