Mit dem Löffel Menschenhirn mehr

Die jüngste Verfilmung von "Stolz und Vorurteil" fügt Jane Austens Klassiker ein Heer von Zombies hinzu


HALTUNGSNOTEN: KLAUS NÜCHTERN

Feuilleton | aus FALTER 22/16 vom 01.06.2016

Alle lieben Jane Austen. Fast alle. Dem Club-der-von-Jane Austen-Genervten, der bei Redaktionsschluss weltweit über 12.382 Mitglieder zählte, ist das Werk der aufgeklärten Adeligen schlicht zu fad, verschwatzt und verregnet. Seit seinem Erscheinen im Jahr 1813 hat sich Austens berühmtestes Werk, "Stolz und Vorurteil", 20 Millionen Mal verkauft und ist gefühlte 200 Mal verfilmt bzw. -serialisiert worden. Dem AbJAC (Annoyed-by-Jane-Austen-Club) ging das natürlich alles gegen den Strich und hinten am Arsch vorbei, sodass sich der US-Schriftsteller, Drehbuchautor und Produzent Seth Grahame-Smith vor einigen Jahren den Kopf darüber zerbrochen hat, wie sich auch das letzte Häuflein von Austen-Verächtern ins Boot holen ließe. An zu wenigen Briefen, Bällen und Brougham-Kutschen-Ausfahrten konnte es kaum liegen. Woran also dann? Ganz klar: zu wenig Zombies!

Auf einen solchen Schwachsinn muss man erst einmal kommen! Grahame-Smith kam und landete mit seinem Roman "Pride and Prejudice and

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