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Die Demokratie ist zu retten!

Politik | GERLINDE PÖLSLER | aus FALTER 22/16 vom 01.06.2016

Gute Nachrichten haben die renommierten Politikwissenschaftler Patrizia Nanz und Claus Leggewie: Politikverdrossenheit, Wutbürgertum und Rechtspopulismus lasse sich etwas entgegensetzen. Und zwar eine neue Art von Bürgerbeteiligung, für die die beiden ein detailliertes Modell erarbeitet haben. Das sie auch praktisch schon erprobt haben.

Die klassische Gewaltenteilung wollen sie dabei durch "Zukunftsräte" beleben. Das sind "dauerhafte Einrichtungen einer Gemeinde, eines Stadtteils oder Landes oder einer supranationalen Organisation, die wichtige Zukunftsfragen identifizieren und Lösungsvorschläge ausarbeiten". Je nach politischer Ebene gehören einem Zukunftsrat 15 bis 50 Personen an. Ausgewählt werden sie per Zufallsprinzip, außerdem ist darauf zu achten, dass die Vielfalt der Bevölkerung abgebildet wird, vor allem in ihrer Generationenmischung. Während ihrer Amtsperiode erhalten die Mitglieder eine Entschädigung. Beraten sollen sie über langfristige Problemstellungen: wie Flüchtlinge


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