Im blauen Land

In keinem anderen Bundesland konnte die FPÖ bei der Präsidentschaftswahl so sehr punkten wie im Burgenland. Ist das traditionell rote Burgenland gar das neue Kärnten?


Am Ende der Welt steht ein Sackgassenschild. Mitten im Wald endet die Straße. Die Grenze zu Ungarn weit hinter den Bäumen wirkt, als hätte es das Jahr 1989 hier nicht gegeben. "Ja, wir sind hier wirklich am Ende der Welt", sagt der junge Mann, der gerade seinen Hund ins Auto packt. Hier gebe es nichts, kein Wirtshaus, nicht einmal einen Greißler. Dafür viele Norbert-Hofer-Wähler.

Wenn Sozialdemokraten träumen, dann normalerweise von Orten wie Tschanigraben, der drittkleinsten Gemeinde in Österreich. Hier schwankt die SPÖ in der Wählergunst stets zwischen 70 und 80 Prozent. Hier konnte sogar der glücklose SPÖ-Kandidat Rudolf Hundstorfer im ersten Bundespräsidentschaftswahlgang 55 Prozent der Wähler für sich gewinnen.

Die saftig grünen Wiesen sind akkurat geschnitten, die Hauseingänge mit Blumen verziert, und alle paar Meter lädt ein Bankerl zum Ausrasten ein. Die Tschanigrabener sind lustige, zufriedene Leute. Die Türen der meisten Häuser sind unversperrt, außer einem

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