Austromasochismus? Nein, Auf bruch!

Die Lage Österreichs ist besser als vermutet. Das Land braucht aber wichtige Investitionen und neue Steuern

GASTKOMMENTAR: MARKUS MARTERBAUER | Falter & Meinung | aus FALTER 22/16 vom 01.06.2016

Christian Kerns Bestellung zum Bundeskanzler und die Wahl Alexander Van der Bellens zum Bundespräsidenten haben mit einem Mal Aufbruchsstimmung erzeugt. Erstaunlich, denn gerade hatte noch alles von Erlahmung und Stagnation gesprochen. Missmutige Wirtschaftsfunktionäre reihten ein abfälliges Schlagwort zum Wirtschaftsstandort an das andere: Reformstau, fehlende Wettbewerbsfähigkeit, "abgesandelt" sei "noch ein Hilfsausdruck".

Jede Woche jammerte ein anderer mieselsüchtiger Manager in der Öffentlichkeit über die schlechte Lage, und in den beliebten Rankings der internationalen Wettbewerbsfähigkeit reichten die Unternehmensführer Österreich nach unten durch.

Man kann das beständige Miesmachen des Standorts als abgekartetes Spiel einer Lobby mit dem Ziel der Durchsetzung von Partikularinteressen erachten.

Gefährlich wird es, wenn es sich zum Austromasochismus auswächst, denn schlechte Unternehmerstimmung kann zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden: Erklären die Unternehmen die

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