Eine Handelskette vor Gericht

Ein Arbeitsinspektor wirft der Kette Spar vor, den Angestellten systematisch zu wenig zu bezahlen


Ende Februar verkündete der Chef gute Nachrichten. "Das österreichische Handelsunternehmen Spar hat das Jahr 2015 sehr positiv abgeschlossen", sagte Gerhard Drexel, Vorstandschef des österreichischen Supermarktriesen Spar, "in der Sparte Lebensmittelhandel erreichte Spar mit 1615 Standorten in Österreich erstmals einen Umsatz von über sechs Milliarden Euro".

Am Montag ist von Drexel, einem der gewichtigsten Manager des Landes, nichts zu hören. Er bleibt der Verhandlung fern. Der Spar-Chef hat nur seine Rechtsvertreter ins Salzburger Gewerbegebiet geschickt, Wasserfeldstraße 30, Landesverwaltungsgerichtshof Salzburg, Verhandlungssaal 1. Die Handelskette steht im Verdacht, die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter allzu schlampig geführt zu haben. Die Mitarbeiter seien nicht für ihre gesamte Leistung bezahlt worden. Zumindest behauptet das Johann Schöffthaler von der Arbeitsinspektion im Sozialministerium. Er wirft mehrere dicke Papierstapel auf den Tisch vor dem Richter und ruft: "Warum

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