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Auf der Donauinsel: Rock in Vienna, die Zweite

GS | Lexikon | aus FALTER 22/16 vom 01.06.2016

Die Donauinsel sei als Festival-Spielstätte ungeeignet, hieß es lange Zeit. Das ist richtig und falsch zugleich. Richtig ist es, weil es auf der Donauinsel nicht geht, die für das Festivalfeeling an sich so essenziellen temporären Campingplätze zu errichten. Falsch ist es, weil die größte Open-Air-Party Europas, das Donauinselfest, alljährlich zeigt, wie gut sich Insel, laute Musik und Menschenmassen vertragen. Vergangenes Jahr wurde mit Rock in Vienna ein neues Großfestival im Zeichen von Gitarrenmusik der Marke Hard &Heavy aus dem Boden gestampft, heuer erfolgt die zweite Auflage. Als Headliner fungieren die deutschen Rock-Wagnerianer Rammstein (3.6.), das rüstige US-Protopunk-Animal Iggy Pop (4.6.) und die britische Heavy-Metal-Institution Iron Maiden (5.6.); das Durchschnittsalter der Headliner liegt also irgendwo zwischen 50plus und 60plus. Nun denn. Es gibt heuer drei statt zwei Bühnen (Soul Stage, Mind Stage und Jolly Roger Stage), und der große Nachteil der Donauinsel -keine Campingaction, kein Festivalfeeling -ist je nach Sichtweise auch heuer wieder ihr großer Vorteil: Man kann zum Duschen und Unterwäschewechseln bequem mit der U-Bahn heimfahren.

Donauinsel, Fr, Sa 13.00, So 12.00


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