Chanel im Auktionshaus: Coco fände es chic

Das Dorotheum versteigert erstmals eine private Chanel-Sammlung einer Wienerin

AUKTIONSVORSCHAU: NATHALIE GROSSSCHÄDL UND NICOLE SCHEYERER | Stadtleben | aus FALTER 22/16 vom 01.06.2016

Coco Chanel soll einst gesagt haben: "Mode wird unmodisch, Stil niemals." Diese Devise scheint Karl Lagerfeld, der die französische Luxusmarke vor mehr als 30 Jahren als Chefdesigner übernahm, verinnerlicht zu haben. Er machte aus dem etwas angestaubten Modehaus ein Milliardenunternehmen. Schnitte von Chanel-Klassikern wie den der Tweedjacke mit Borte und eingenähtem Messingketterl hat er dabei nie groß verändert. Der Hype um Chanel ist wie sein Design zeitlos. Egal ob neu oder Vintage, ob kleines Schwarzes, Bouclé-Jacke oder Handtasche mit Kettenhenkel -Chanel schafft es bis heute, die betuchte, coiffi erte Dame gleichermaßen wie ihre verwöhnten Enkelinnen zu beeindrucken.

Im Dorotheum kommen nun Chanel-Objekte aus der Ära Karl Lagerfeld unter den Hammer. Die Erben halten sich bedeckt. Sie wollen, dass die verstorbene Sammlerin anonym bleibt. So viel ist publik: Sie hat Ende der 1980er-Jahre begonnen zu sammeln und vor allem im damaligen Trattnerhof eingekauft. Eine eigene Chanel-Boutique

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