"Die Fußball-EM bereitet uns große Sorgen"

Er bekämpft Terrorcamps in der EU und lobt Österreich für seinen Blick über den Tellerrand. Europol-Experte Gerald Hesztera im Gespräch


INTERVIEW: NINA BRNADA
Politik | aus FALTER 22/16 vom 01.06.2016

Am 13. November 2015 spielte Deutschland gegen Frankreich im Stade de France in Paris. Um 21.20 Uhr krachte es zum ersten Mal, zehn Minuten später das zweite Mal, um 21.53 Uhr das dritte Mal. Terroristen sprengten sich vor dem Stadion in die Luft.

Am 22. Juni wird Österreich in genau diesem Stade de France gegen Island bei der Fußball-EM spielen. Die EM wird einen Monat dauern, zu den 51 Spielen werden rund 2,5 Millionen Zuschauer erwartet, in den zehn Fanzonen weitere sieben Millionen. Hinzu kommen etliche Public-Viewing-Bereiche in ganz Europa.

Alles mögliche Ziele für islamistischen Terror. Dieser ist neben Drogenschmuggel, Cyberkriminalität oder Mehrwertsteuerbetrug einer der wichtigsten Bereiche, mit denen sich Gerald Hesztera beschäftigt. Der Österreicher Hesztera arbeitet bei Europol, einer Agentur der Europäischen Union, die die Polizeibehörden der EU-Staaten vernetzt. Mit dem Falter spricht er darüber, wie sich Dschihadisten vernetzen, wo sie trainieren und welche Anschläge

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