Eine Zeitreise in die Epoche des Grauens

Zum 90. Geburtstag des 2007 verstorbenen Historikers Raul Hilberg erscheint ein lesenswerter Sammelband des Holocaustforschers

Politik | REZENSION: RUDOLF WALTHER | aus FALTER 22/16 vom 01.06.2016

Der Historiker Raul Hilberg, der im August 2007 verstorben ist, würde am 2. Juni 90 Jahre alt. Pünktlich zu diesem Tag bringt der Fischer-Verlag ein Buch heraus, das 13 Aufsätze und Vorträge enthält, die bisher nur an entlegenen Publikationsorten auf Englisch zugänglich waren. Die Herausgeber des Buches sind Walter H. Pehle, langjähriger Lektor für Geschichte beim Verlag S. Fischer, und der Zeithistoriker René Schott.

Die 13 Arbeiten gliedern sich in die drei Abschnitte Forschungen, Kontroversen und Erinnerungen. Der älteste Text stammt aus dem Jahr 1965, der jüngste aus Hilbergs Todesjahr 2007. So bieten die Beiträge einen Querschnitt durch die Forschungsarbeiten und das Forscherleben des Historikers, der 1926 in Wien als Sohn eines Kleinhändlers geboren wurde.

Den ersten Vortrag über "Anatomie des Holocaust", der dem Buch als Titel dient und den Hilberg 1980 vor deutschem Publikum hielt, bezeichnete Hilberg selbstkritisch als "den harmlosesten Vortrag, den ich je gehalten


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