Watchdog

Die Floskelwolke sagt den Floskeln den Kampf an


LUKAS MATZINGER
Medien | aus FALTER 22/16 vom 01.06.2016

Die Leser staunten nicht schlecht, denn der sintflutartige Einsatz von Journalistenfloskeln nimmt überhand. Herr und Frau Österreicher schlagen Alarm und stellen den Redakteuren die Rute ins Fenster: Die Floskeln müssen ein Ende finden.

Das Lesen ist längst zum Spießrutenlauf geworden. Am Ende des Tages können Floskeln nicht das Um und Auf sein.

Einheitsbrei, so weit das Auge reicht, bleibt bei der überwiegenden Mehrheit der Redakteure an der Tagesordnung. Vorkommnisse in dieser Schlagzahl sind vorprogrammiert. Gegen diese Unsitte ist scheinbar kein Kraut gewachsen.

Jetzt streckt ein neues Projekt seine Fühler aus: Die "Floskelwolke" (www.floskelwolke.de) wertet die Top-Floskeln aller Zeiten aus und gibt sie im World Wide Web zum Besten. In puncto Schreiben, das wird augenscheinlich, gibt es noch massiv Luft nach oben.

Man bekniet die Redaktionen, mit Hochdruck an einer Lösung zu arbeiten. Wenn alle an einem Strang ziehen, ist das Ruder noch herumzureißen. Die Weichen sind gestellt, auch wenn das Projekt noch in den Kinderschuhen steckt. Doch man hat die Vision vor Augen, dass sich die Floskeln nicht auf dem Vormarsch, sondern auf dem Abstellgleis wiederfinden.


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