"Spielzeug trägt die Botschaft: Die Welt ist nach Geschlecht eingeteilt"

Die Pädagogin Carol Hagemann-White über rosa Überraschungseier, schädliche Stereotype in Kinderköpfen und darüber, wie aus Buben gewalttätige Männer werden

Stadtleben | Interview: Gerlinde Pölsler | aus FALTER 23/16 vom 08.06.2016

Was wird von Mädchen erwartet, was von Buben? Carol Hagemann-White (73), Doyenne der geschlechtsspezifischen Sozialisationsforschung, veröffentlichte dazu schon 1984 das Standardwerk "Sozialisation: Weiblich - männlich?". Die Amerikanerin war 1964 nach Deutschland gezogen. Sie leitete das Forschungsinstitut Frau und Gesellschaft in Hannover, ist Trägerin des deutsch-schwedischen Humboldt-Preises für Forschung und nun an der Universität Osnabrück tätig. In den letzten Jahren beschäftigte sie sich besonders mit Gewalt im Geschlechterverhältnis. Der Falter traf sie anlässlich der 20-Jahr-Feier des Vereins für Männer-und Geschlechterthemen Steiermark in Graz.

Falter: Sie haben sich bereits in den 70er-Jahren mit den verschiedenen Rollenbildern befasst, mit denen schon kleine Mädchen und Buben konfrontiert sind. Geht man heute in ein Toys "R" Us, einen H&M oder kauft auch nur Überraschungseier, dann gibt 's überall die rosa Prinzessinnen-Abteilung und die Bubenabteilung mit Monstern


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