Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Lobsters Lemon Mint

Wie viel Bitterkeit verträgt ein Tag? 200 Milliliter jedenfalls!

Stadtleben | TS | aus FALTER 23/16 vom 08.06.2016

Es gibt Menschen, die verachten künstliche Süßungsmittel. Nicht aus ernährungstechnischen Gründen, sondern einfach weil sie diesen bitteren Geschmack im Abgang nicht ertragen. Das ist auch bei Stevia, trotz des natürlichen Ursprungs, nicht anders. Der pflanzliche Süßstoff befindet sich auch in Lobsters, einem Bittergetränk aus Salzburg. Da schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe, dachte sich wohl der Hersteller. Trotz Chinin und Quassin machen wir unser Getränk gleich noch bitterer. Und gleichzeitig kalorienarm.

Lobsters gibt es als Tonic Water, Bitter Lemon, Ginger Ale und Lemon Mint. Alle Sorten haben pro 100 ml punktgenau 19 Kalorien. Die ersten drei der Reihung sind uns als Klassiker bekannt. Das neue Lemon Mint hingegen ist auffälliger. Der versprochene "Hauch von Minze" - reines Understatement. Die Minze dominiert.

Lobsters versteht sich als "The No. One in Refreshment". Aber wie soll man sich an so einem 0,2-Liter-Fläschchen hinlänglich refreshen? Im Sommer verdunstet doch der Inhalt, da ist er noch nicht einmal im Glas. Doch 200 ml Lobsters, Verdunstungsschwund hin oder her, das ist ohnehin die richtige Menge an Bitterkeit, um sich einen Nachmittag zu versüßen. Wer dann noch Durst hat, trinkt ein Glas Wasser. Und freut sich, dass etwaige Fußabdrücke klein bleiben: Lobsters wird in Österreich hergestellt, abgefüllt und verpackt. Und das Beste ist, er schmeckt nicht schlecht.

Rezensierte Getränke wurden der Redaktion fallweise umsonst zur Verfügung gestellt


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