Sir Charles' letzte Eskapade

Magische Komik: "Die unglaubliche Entführung des Charlie Chaplin" von Xavier Beauvois

Filmkritik: Michael Omasta | Feuilleton | aus FALTER 23/16 vom 08.06.2016

Einmal Vagabund, immer Vagabund. Sir Charles Chaplin starb am Christtag des Jahres 1977, doch ein paar Wochen danach sorgte der kleine Tramp noch ein letztes Mal für Schlagzeilen: Sein Grab auf dem Friedhof von Vevey am Genfer See war geplündert, der Sarg mit seinem Leichnam entwendet worden.

Diese seltsame Begebenheit hat der französische Regisseur Xavier Beauvois als Grundlage für seinen Film "La Rançon de la gloire" (wörtlich: der Preis des Ruhms) genommen. Der österreichische Verleihtitel "Die unglaubliche Entführung des Charlie Chaplin" drückt mit seiner Anspielung auf den hierzulande im Kino so erfolgreichen Entführungsfall Elfriede Ott zwar deutlich stärker aufs Komödiantische, ist aber dennoch nicht falsch.

Abgesehen von der Ausgangssituation ist alles im Film frei erfunden. Beauvois stattet die beiden Ganoven, die mit Chaplins geraubten Gebeinen dessen Familie zu erpressen versuchten, mit einer dramatischen Biografie aus und macht sie zu den Hauptfiguren eines "humoristischen

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