Film Neu im Kino

Düster in Dänemark: "Erlösung"

Lexikon | SZ | aus FALTER 23/16 vom 08.06.2016

Ein neuer Fall für Kriminalkommissar Carl Mørck und seinen Assistenten Hafez el-Assad vom Sonderdezernat Q: Nach der Entführung zweier Kinder aus einer freikirchlichen Gemeinde heften sie sich an die Fersen des Serienmörders Johannes.

"Erlösung" ist der dritte Krimi aus der Carl-Mørck-Serie des dänischen Schriftstellers Jussi Adler-Olsen. Hans Petter Molands Adaption, die auch unabhängig von den beiden ersten Filmen, "Erbarmen" und "Schändung", funktioniert, weist einen im Vergleich zum Buch stark veränderten Inhalt auf. Tote und Versehrte häufen sich immer noch, darunter nicht zuletzt Mørck (Nikolaj Lie Kaas) selbst. Vor Gram und Anspannung ist er kaum noch mehr als ein Ermittlungsautomat mit zusammengepressten Augenbrauen, Assad (Fares Fares) verkörpert die menschliche Seite dafür gleich doppelt. In der Auseinandersetzung mit dem satanistischen Johannes werden beide mit Glaubensfragen konfrontiert.

Schön in Szene gesetzt und gewürzt mit einer Prise Humor ist "Erlösung" ein in keiner Hinsicht außergewöhnlicher, aber spannender Thriller. Nur einige zur Unkenntlichkeit zusammengestutzte Randfiguren hätte man besser gänzlich gestrichen.

Ab Fr in den Kinos (OmU im Votiv)


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