Landrand Ruralismus

Wirft sie Kot, ist es Zeit für den Rückzug

Gerlinde Pölsler bereitet sich auf interessante Begegnungen in Wald und Au vor

Landleben | aus FALTER 23/16 vom 08.06.2016

Dass Herrln und Frauerln ihre Hunde aus dem Auto schupfen, wenn diese krank werden oder urlaubsbedingt lästig fallen, kennen wir. Laut Pfotenhilfe sind auch einstige Ostergeschenke zunehmend gefährdet: "Die Oma will es nicht versorgen, eine Tierpension will man sich nicht leisten, schon sitzt das Kaninchen am Straßenrand."

Nun schlägt auch der WWF Alarm: Goldfische, von Aquarienbesitzern in die Innauen gekippt, bedrohen die Tiroler Fauna. Sie fressen Laiche und Kaulquappen bedrohter Arten. Auch kanadischen Schildkröten sind die Tierschützer schon begegnet.

Zeit, sich auf das zufällige Zusammentreffen mit unterschiedlichsten Arten vorzubereiten. Auch den Besitzern von Boa constrictors wird es irgendwann bis oben stehen, dass die Würgeschlange auf ihre Lebendratten besteht. Und dass sie auch so leicht die Hand mit dem Futter verwechselt! Vogelspinnen-Neulinge wiederum unterschätzen gern das Aggressionspotenzial mancher Arten. Wirft die Spinne Kot, empfiehlt sich sofortiger Rückzug. Verständlich ist jedoch die Frustration, hat man eine Art erwischt, die bei Reizung ohne Ankündigung kompromisslos vorgeht.


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