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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 23/16 vom 08.06.2016

Alle paar Tage ein Lesergedicht. Franz Weinpolter, 80 Jahre alt und fleißigster Krone-Leserdichter, ärgert sich über die vielen Radfahrer, die "Wälder und Wiesen unsicher" machen: "Radfahren ist gesund und schön - doch schön ist's auch, zu Fuß zu gehn!", dichtet er in der Kronen Zeitung. EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker solle sich nicht über "Dampfplaudereien des H.-C. Strache" aufregen: "Solche Wortgefechte zeigen: Manchmal wär's ganz gut zu schweigen." Beim Brunnenmarkt-Mord lässt Weinpolter Shakespeare für sich sprechen: "Dazu fällt einem nur noch ein: Da muss was faul im Staate sein!"

Nur beim Thema Fahrtests für ältere Autofahrer geht dem Krone-Seniordichter vor Ärger der Reim aus. Aber immerhin erfahren wir ungereimt, dass Weinpolter "mit 60 Jahren unfall-und straffreier Fahrpraxis und mit über zwei Millionen Kilometern" ein echter Verkehrsprofi ist. Obwohl er selbst Norbert Hofer wählte, hat Weinpolter auch einen Tipp für dessen Chef, der die Wahl anfechten will: "Daher mein Rat, lieber Herr Strache: Geben S'a Ruh in dieser Sache!"


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