Regierst du mit oder sprengst du schon?

Die ÖVP zwischen Kurz und Mitt erlehner: Staatstragend war gestern, heute lebt die Partei ihre Schizophrenie


Kommentar: Barbara Tóth
Falter & Meinung | aus FALTER 23/16 vom 08.06.2016

Kurz oder Mitterlehner. Krawall oder Konzilianz. Falke oder Taube. Neuwahlen oder große Koalition. Wer vergleicht, was Außen-und Integrationsminister Sebastian Kurz und ÖVP-Chef und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner in den vergangenen drei Wochen so von sich gaben, muss zum Schluss kommen, dass die beiden Herren nicht Vertreter ein und derselben Partei sind. Der neue Kanzler Christian Kern koaliert offensichtlich nicht mehr mit einer, sondern schon mit zwei ÖVPs, deren Ideologie und Strategie unterschiedlicher nicht sein könnten.

Das ist gefährlich. Für die einst stolze Volkspartei selber, für die große Koalition sowieso und am Ende auch für die Republik, so pathetisch das klingen mag.

Dass es in der ÖVP immer schon welche gab, die lieber in der großen Koalition weiterwurschteln wollen und solche, die mit einer Neuauflage einer schwarz-blauen Koalition liebäugeln, ist bekannt. Der Wechsel an der SPÖ-Spitze, der neue, selbstbewusste Ton und der offensive Führungsanspruch

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