Theater Kritik

Ein Niedrigseilakt zwischen Wienerliedern


MP
Lexikon | aus FALTER 23/16 vom 08.06.2016

Manchmal sind wahre Geschichten eben dramatischer als die Versuche, sie zu dramatisieren. 1949 stürzte der Hochseilartist Josef Eisemann (hier: Patrick Seletzky) beim Versuch, seine Karriere wiederzubeleben, von einem über den Donaukanal gespannten Stahlseil. Seine Tochter (Gioa Osthoff) saß auf seinen Schultern und starb auch. "Eisemann - Der Tänzer, der vom Himmel fiel" ist eine wandernde Dramolettproduktion fürs Festival Wir sind Wien. Der tragischen Pointe haben Autor Bernd Matzka und Regisseur Marcus Kupferblum wenig hinzuzufügen. So wirken die Spielszenen zwischen den rührenden Wienerliednummern des Akkordeonisten Stefan Sterzinger müde und bemüht. Geringe Fallhöhe, harmloser Absturz.

Rampenlichttheater, Fr 20.00 Theatercouch Sa 20.00


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