Udo in der Boss-Version

Wien mag Herbert Grönemeyer nicht, Wien liebt ihn. Im Burgtheater hat der deutsche Sänger vergangene Woche zurückgeliebt

Konzertbesuch: Gerhard Stöger | Feuilleton | aus FALTER 23/16 vom 08.06.2016

Ausverkauft ist ausverkauft, aber irgendwas geht bekanntlich immer. Last-minute-Schnäppchenjäger sind bei Herbert Grönemeyers Burgtheater-Konzert am 1. Juni aber fehl am Platz. Restkarten werden mit einem langwierigen Nummernsystem vergeben, die wenigen, die noch zum Zug kommen, haben die Wahl zwischen Tickets um 90, 120 oder 145 Euro.

Dafür sind die T-Shirts günstig: 25 das Stück, internationale Popstars nehmen schon einmal das Doppelte. Sieben Motive werden angeboten. Eines ziert der Spruch "Männer sind auch Menschen", ein anderes ist knallpink mit weißem Comicmaxl drauf, wie das Cover des Erfolgsalbums "Sprünge" von 1986.

Nicht wenige in der Einlass-Warteschlange dürften damals schon Gröni-Fans gewesen sein, und das Burgtheater kennen sie wohl eher als Ort des Schauspiels denn als ungewöhnliche Konzert-Spielstätte für Patti Smith, Kraftwerk, Tocotronic oder Die Toten Hosen. Wer jetzt aber glaubt, dass Perlenschmuck, Sommerkleid, BusinessLook und Stöckelschuhe auf einen gediegenen

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