Die feuchtfröhliche Alkoase

Die "Tee-und Likörstube" in Kaisermühlen ist im Originalzustand der 1950er-Jahre erhalten

Stadtleben | Tschocherlreport: Arthur Fürnhammer | aus FALTER 23/16 vom 08.06.2016

Tschocherl bezeichnet im Wienerischen ein kleines Beisl, Kaffeehaus oder Espresso

In dieser Serie besuchten die Autoren in jedem der 23 Wiener Bezirke ein solches. Dies ist Teil 22

Gewisse Lokale sind in den Augen des Gesetzgebers dazu angetan, "junge Menschen in ihrer Entwicklung zu gefährden" (§ 9 WrJSchG). Dazu gehören Puffs, Peepshows, Swingerclubs, Wettbüros - und die sogenannten Branntweinschenken. Das Gefährdungspotenzial Letzterer besteht offenbar darin, dass dort "gebrannte geistige Getränke in reichhaltiger Auswahl und in der Regel zu niedrigeren Preisen als in den üblichen Gaststätten ausgeschenkt werden" (laut Definition der WKO).

Die für Branntweinschenken speziellen Öffnungszeiten sind eher auf Menschen mit Tagesfreizeit denn auf Jugendliche ausgerichtet. Ab fünf Uhr früh darf dort offiziell gebürschtelt werden. Die letzte Runde Schnaps gibt's dafür schon am frühen Abend - um 19 Uhr ist Sperrstund'. Dass es in Zeiten wie diesen Branntweinschenken überhaupt noch


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