Kommentar Kinderrechte

Tausende halbe Kinder, die wenig essen und fast nie in die Schule dürfen

Falter & Meinung | Nina Horaczek | aus FALTER 23/16 vom 08.06.2016

Er möchte "in einer Gesellschaft aufwachsen, in der jedes Kind die gleichen Chancen hat", beschrieb der neue Bundeskanzler Christian Kern zum Antritt seine politische Vision. Auch Bildungsministerin Sonja Hammerschmid sagte, Kinder sollten dieselben Chancen haben, "unabhängig davon, wo sie wohnen und wer ihre Eltern sind". Zahlreiche Flüchtlingsvertreter nehmen Kern und dessen rotschwarze Regierung nun beim Wort. "Keine halben Kinder" nennen sie ihre Kampagne, die auf das Unrecht, das Flüchtlingskindern und -jugendlichen angetan wird, hinweisen soll.

Zuerst müssen diese Kinder und Jugendlichen oft monatelang unter Erwachsenen in Massenquartieren auf die Zulassung zum Asylverfahren warten. Solange der Staat es nicht als erwiesen ansieht, dass es sich um Jugendliche handelt, werden sie wie Erwachsene behandelt.

Vergangenes Jahr erreichten fast 10.000 geflohene Kinder und Jugendliche alleine Österreich. Bis April 2016 kamen 2300 weitere hinzu. Es sind vor allem Burschen aus Ländern wie


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