Pop Tipp

Reflektierte Höflichkeit statt Partyhedonismus

Lexikon | GS | aus FALTER 23/16 vom 08.06.2016

Um die Jahrtausendwende machte der Begriff "Indietronic" die Runde. Gemeint war Musik, die sich mit Indiepop, Postrock und Electronica auskannte, eher für Stubenhockertum als für Partyhedonismus stand und reflektierter Höflichkeit den Vorzug gegenüber Krawall, Großmäuligkeit und Parolendrescherei gab. Die Berliner Songwriterin Masha Qrella hinterließ in dieser Szene mit den Bands Contriva und Mina ihre Spuren, seit 2002 veröffentlicht sie alle paar Jahre ein Soloalbum. Das neueste, "Keys", ist kürzlich beim einschlägig bekannten Plattenlabel Morr erschienen und zählt zu Qrellas besten Arbeiten bislang. Geprägt von atmosphärisch arrangierten Songwriterpop-Freundlichkeiten mit schwermütigem Unterton, lädt es bisweilen auch zu selbstvergessener Tänzelei ein.

Rhiz, Di 22.00


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