Ruf nach Pluralismus in der Ökonomie

Die Finanzkrise hat die Erklärungskraft der Volkswirtschaftslehre infrage gestellt, die Studierenden verlangen nach neuen Antworten

Rezension: Markus Marterbauer | Politik | aus FALTER 23/16 vom 08.06.2016

Die Volkswirtschaftslehre befindet sich in einem verzweifelten, ja existenzgefährdenden Zustand. Viele der von ihr als wissenschaftlich bewiesen erachteten und an den Universitäten gelehrten Theorien haben sich in der weltweiten Finanzkrise seit 2008 als nicht haltbar erwiesen.

Am deutlichsten wird das bei der Theorie effizienter Finanzmärkte, die nicht staatlich regulierte Kapitalmärkte als stabil und wohlstandschaffend ansah. Sie hat weder das typische menschliche Herdenverhalten noch die mit der Unzahl an Finanzinnovationen einhergehende Intransparenz oder die gesamtwirtschaftliche Destabilisierungswirkung einzelwirtschaftlicher Handlungen berücksichtigt. So bildete sie die intellektuelle Basis für die Finanzkrise und ihre verheerenden Auswirkungen auf Arbeitslosigkeit, Staatsschulden und Ungleichheit.

Die Widerlegung zentraler theoretischer Pfeiler der Volkswirtschaftslehre durch die Realität hat jene Forschung, die sich für die Empirie interessiert, grundlegend geändert. So

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