" Man hätte mich damals fast weggesperrt"

Vor kurzem ist Carla Bley, die wichtigste Komponistin des Jazz, 80 geworden. Ein Gespräch über ihre Musik, ihre Männer und den Zwang zur Unabhängigkeit

Feuilleton | aus FALTER 24/16 vom 15.06.2016


Foto: Ludek Perina/CTK/picturedesk.com

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An der Zimmertür hängt ein „Bitte nicht stören!“-Schild, aber weil die Rezeptionistin des Grand Elysée Hotels davor angerufen und dem Besucher aus Wien bedeutet hat, er möge gleich hinaufgehen, klopft der an. Es öffnet ein älterer Herr, der hauptsächlich aus Freundlichkeit und Augenbrauen zu bestehen scheint: Steve Swallow ist seit den frühen 90er-Jahren Carla Bleys Lebensgefährte und wichtigster musikalischer Partner.

Bley selbst sitzt am Schreibtisch und hat sich gerade die Aufnahmen vom Vortag angehört. Sie ist sehr schlank, fast fragil und trägt eine Kurzfassung ihrer berühmten Die-Löwin-trifft-Kleopatra-Frisur, die sie sich Ende der 70er-Jahre zugelegt hat.

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